Kräuterpädagogik

Kräuterpädagogik

Als Kräuterpädagogin nehme ich Sie mit in harzig duftende Wälder und auf blühende Wiesen zu heimischen Wildpflanzen, Heilkräutern und Bäumen. Ich informiere Sie über neueste Erkenntnisse aus dem Pflanzenreich ebenso, wie über traditionelle Pflanzenheilkunde. Sie erfahren, wie man diese natürlichen Schätze früher verwendete und wie sie heute genutzt werden. Sie stärken die Gesundheit, bereichern den Speiseplan, vermitteln Vertrauen in die Abläufe der Natur, sprechen alle Sinne an, inspirieren uns und führten zu unzähligen Gedichten und Legenden. Gerne gehe ich mit Ihnen auf Entdeckungsreise, um das Gespür für unsere Verbundenheit mit der Natur zu erhalten und zu vertiefen. In der Natur kann man die Seele baumeln lassen, der Kopf wird frei und die Pflanzenwelt verzaubert uns. Übrigens - man schützt nur was man kennt, achtet und liebt!                                                                                         Achtung: Tipps und Fotos gibt es auch auf facebook! Die Anmeldung bei facebook ist dafür nicht erforderlich! Wenn Ihnen meine Führungen, Rezepte oder Fotos gefallen, freue ich mich sehr über eine Nachricht auf facebook oder eine e-mail. https://www.facebook.com/WildeMoehreMuenchen/

Wilde Ecke

                                                                                                                                   Tipp 06/2019

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata)                                                 

Als sogenanntes „Wiesenpflaster“ ist er ein wunderbares Heilkraut, auch bei Husten und Halsweh kann er als Kaltauszug gute Dienste leisten (der kleine Tausendsassa enthält u. a. Aucubin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäute und Sapnine).

Doch er hat auch den Spitznamen  „Wiesenchampignon“, und macht sich mit seinem Pilzaroma roh oder gekocht sehr gut in der Küche. Bitte die Blätter vor der Zubereitung  quer zu den Blattadern klein schneiden, sonst muss man sie später wie Spaghetti auf die Gabel drehen!

Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.

Das sagte der griechische Arzt Hippokrates  (460 bis etwa 377 v. Chr.)  - Dafür ist der Spitzwegeich ein Paradebeispiel!

 

Spitzwegerich-Kartoffelknöpfle mit Nussbutter

 

Zutaten für 4 Portionen:

Spitzwegerich-Kartoffelknöpfle:

500 g mehlige Kartoffeln

160 g Spätzlemehl

50 g Spitzwegerichblätter (Plantago lanceolata)

1 EL Zitronensaft

1 Ei

1 TL Salz für den Teig

1 TL Salz für das Kochwasser

 

Nussbutter:

100 g Butter

1 Handvoll Spitzwegerichknospen (diese sind noch ohne Staubblätter)

1 Prise Salz

Etwas Pfeffer

 

Zubereitung:

Kartoffeln waschen, dämpfen, lauwarm schälen und sofort durch die Kartoffelpresse drücken.

Spitzwegerichblätter waschen, trocken tupfen und sehr fein schneiden.

Ist die Kartoffelmasse abgekühlt, Spätzlemehl, Spitzwegerich, Zitronensaft, Ei und 1 TL Salz sehr gut unterkneten.

Den Teig etwas ruhen lassen, dann nochmals durchkneten bis der Teig eine zähe Konsistenz hat.

In der Zwischenzeit in einem breiten Topf reichlich Wasser mit 1 TL Salz zum Kochen bringen.

Mit dem Spätzlelehobel portionsweise den Knöpfleteig  in das Salzwasser hobeln.

 

Oben schwimmende Knöpfle mit einem Schaumlöffel abschöpfen und in einem Salatsieb gut abtropfen lassen. Die Knöpfle auf einem Backblech trocknen lassen. Die Spitzwegerich-Kartoffelknöpfle lassen sich auch schon am Vortag zubereiten und ruhen dann im Kühlschrank.

 

Kurz vor dem Servieren die Nussbutter zubereiten:

Die Butter in einer Pfanne schmelzen und unter stetem Rühren  anbräunen.

Spitzwegichknospen dazugeben und kurz in der Nussbutter schwenken.

Die Knospen-Nussbutter über die erwärmten Spitzwegerich-Kartoffelknöpfle geben und  mit Salz und Pfeffer würzen. 

Guten Appetit!

 

Achtung!!! Tipps und Fotos gibt es auch auf facebook! Die Anmeldung bei facebook ist dafür nicht erforderlich! Wenn Ihnen meine Führungen, Rezepte oder Fotos gefallen, freue ich mich sehr über eine positive Bewertung auf facebook.

https://www.facebook.com/WildeMoehreMuenchen/

Tipp 04/2019

 

Der G I E R sch mit dem Begehren schon im Namen…

… bildet ständig neue Widerstandsnester unter der Hecke, bei den Beeren….

… sprießt, schießt, schier überall, mit G I E R….

… doch hilfreich schon den alten Römern nach Völlerei, Gezeche, Gelage -  wenn das Zipperlein, die Gicht,  sie plagte….

 

Und heute?

Seit ich ihn behandle wie Pflücksalat, freue ich mich über die lange Erntezeit!

Roh oder gekocht bereichert er viele Gerichte mit seiner Frische!

 

                                   Giersch-Quiche mit Hokkaidokürbis

 

Mürbteig:

200 g Mehl

125 g weiche Butter

1 Ei

1 Prise Salz

1 Prise Zucker

 

Belag:

150 g Schmand

80 g junge Gierschblätter

6 frische Bärlauchblätter

600 g Hokkaidokürbis 

150g Mozzarella gerieben

 

Soße:

1 Ei

200 g flüssige Sahne

50 g Schmand

Salz u. Pfeffer

 

Zubereitung:

  • Für den Mürbteig alle Zutaten vermengen, in eine gebutterte Quicheform geben, mit einer Gabel mehrmals einstechen und kalt stellen

  • Giersch- und Bärlauchblätter waschen und fein schneiden

  • Hokkaido teilen, Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden

  • Backofen auf 200 Grad Umluft oder Pizzastufe vorheizen

  • Mürbteig mit Schmand bestreichen, dann Kräutern, Hokkaidowürfel und zuletzt den Mozzarella darauf verteilen

  • Die Zutaten für die Soße verrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und über den Belag geben

  • Mit einem Löffel alles etwas andrücken

  • 30 – 35 Minuten bei 200 Grad backen bis die Quiche an der Oberseite goldbraun ist

Guten Appetit!

 

Achtung!!! Tipps und Fotos gibt es auch auf facebook! Die Anmeldung bei facebook ist dafür nicht erforderlich! Wenn Ihnen meine Führungen, Rezepte oder Fotos gefallen, freue ich mich sehr über eine positive Bewertung auf facebook.

https://www.facebook.com/WildeMoehreMuenchen/

  Tipp 03/2019                                            

                                                     Insekten

 

stehen ganz am Anfang einer langen Nahrungskette und sind besonders wichtig für die Erhaltung der Artenvielfalt. Außerdem werden unsere Wildpflanzen überwiegend von Insekten bestäubt.

Aus ökologischer Sicht würde  der Verlust von Wildbienen noch schmerzlicher sein als der, der Honigbiene. Natürliche Bestäuberinnen wie Wildbienen und Schwebfliegen übernehmen den Großteil der Bestäubungsleistung.

Aus gegebenem Anlass (Erhalt der Artenvielfalt) geht es heute um die Wildbienen.

Für den Hausgarten gilt grob gesagt: je vielfältiger und natürlicher desto besser -  unser menschlicher Ordnungssinn steht uns dabei leider im Wege!

Über 560 Arten von Wildbienen sind in Deutschland heimisch – die Hälfte davon ist vom Aussterben bedroht! Doch was kann man tun?

 

Hilfe für Wildbienen

 

Zum Einstieg:

Ein wirklich toller Film zum Thema heißt „Biene Majas wilde Schwestern“. Er kann in der Mediathek von arte abgerufen werden und ist auch im Handel erhältlich.

 

Gute Internetseiten/PDF mit Tipps für insektenfreundliche Gärten und Balkon sind z. B.:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.pdf;jsessionid=9402A440E72A27C547E0E1B793584916.1_cid385?__blob=publicationFile

www.wildbee.ch

www.wildbienen.de

www.wildbienen.info

 

Broschüren die weiter helfen findet ihr z.B. bei:

- Bund für Umwelt und Naturschutz, z. B. Broschüre „Gefährdete Wildbienen“;

Info unter https://www.bund-naturschutz.de/suche.html?q=wildbienen&submit

- Stiftung für Mensch und Umwelt, z. B. Broschüre „Wir tun was für Beinen“;

 Info unter www.wir-tun-was-fuer-bienen.de   

 

Buchtipps z. B.:

- Diverse Bücher von Paul Westrich, Werner David und Matthias David

- Bienen, Hummeln, Wespen im Garten und in der Landschaft,  Taschenbuch von Helmut & Margit Hintermeier,

- Wildbienenschutz - von der Wissenschaft zur Praxis, von Antonia Zurbuchen und Andreas Müller

- Für Kinder: Nester bauen, Hohlen knabbern: "Wie Insekten für ihre Kinder sorgen" von Anne Möller

 

Achtung!!! Tipps und Fotos gibt es auch auf facebook! Die Anmeldung bei facebook ist dafür nicht erforderlich! Wenn Ihnen meine Führungen, Rezepte oder Fotos gefallen, freue ich mich sehr über eine positive Bewertung auf facebook.

https://www.facebook.com/WildeMoehreMuenchen/

                                                                                                                                      Tipp 02/2019

                                                         Grippetee                                                                                                 

60 g Lindenblüten

40 g Holunderblüten

40 g Weidenrinde

30 g Mädesüßkraut und Blüte

30 g Hagebutten getrocknet

 

Zubereitung:

Die Kräutermischung mit kochendem Wasser überbrühen und 5 – 10 Minuten ziehen lassen.

Abseihen und mit Honig und Zitronensaft verfeinern.

Ab ins Bett und den heißen Tee schluckweise genießen!

 

So schnell wie eine Grippe kommt, so schnell ist auch dieser wohltuende Kräutertee gemacht! Er wirkt erwärmend und lindernd bei Kopf- und Gliederschmerzen. Natürlich kann man diese Kräutermischung auch in der Apotheke bestellen.

Gute Besserung :)

 

                                                                                                                                   TIPP 11/2018  

                                                  

                                       Schafgarbenbutter mit Hagebutte

 

Zutaten:

125g Butter

1 Handvoll junger Schafgarbenblätter

etwas Hagebuttenmus

etwas Honig

eine Prise Salz

etwas Pfeffer

 

Zubereitung:

 

  • Die Schafgarbenblätter waschen, trockentupfen und fein schneiden.

  • Die zimmerwarme Butter schaumig schlagen.

  • Die Blätter und das Hagebuttenmus in die Butter geben und mit Honig, Salz und Pfeffer abschmecken und verrühren.

  • Die Butter in Förmchen streichen und kaltstellen.

 

Diese würzige Butter kann man vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst frisch herstellen. Eingefroren hält sie sich bis in den Winter. Schafgarbenbutter schmeckt sehr fein zu Wein, Brot und Käse.

                                                                                                                                         TIPP 9/2018

                                                      Eichelkaffee                           

                                                                                                                                                                                                                                                                        delikat -  gesund – selbstgemacht!

  1. Die gesammelten Eicheln in reichlich Wasser für 3 Minuten aufkochen, Wasser abgießen und die Eicheln abkühlen lassen.
  2. Eicheln schälen und für mehrere Tage in reichlich Wasser wässern. Wasser täglich 1-2 Mal erneuern. Das ist wichtig um die Gerbstoffe aus den Früchten zu lösen!
  3. Bleibt das Wasser klar, Eicheln in Stückchen schneiden und trocknen (z. B. auf der Fußbodenheizung oder im Herd bei 60 Grad und offener Tür).
  4. Die trockenen Eichelstückchen in eine Pfanne geben. Während der Röstung muss ständig umgerührt werden, um eine gleichmäßige Erwärmung und einen gleichmäßigen Röstgrad zu erzielen. Sie sollen anbräunen, aber nicht schwarz werden. Bei Rauchentwicklung ist die Temperatur zu hoch!
  5. Zuletzt die duftenden Eichelstückchen mit einer leistungsstarken Küchenmaschine, im Fleischwolf oder einer Kaffeemühle zu Mehl mahlen.

Es ist auch möglich erst trockenes Eichelmehl herzustellen und dann zu rösten. Diese Variante schmeckt besonders intensiv, aber das Rösten erfordert viel Fingerspitzengefühl, da das Mehl sehr leicht anbrennt!

Das abgekühlte Eichelmehl in Schraubgläser füllen und beschriften.

Auf eine Tasse 1-2 Teelöffel Eichelkaffee geben, mit kochendem Wasser übergießen und ca. drei Minuten ziehen lassen. Je nach Geschmack mit Milch, Honig, einer Prise Zimt oder Kardamom verfeinern!

Achtung!!! Tipps und Fotos gibt es auch auf facebook! Die Anmeldung bei facebook ist dafür nicht erforderlich! Wenn Ihnen meine Führungen, Rezepte oder Fotos gefallen, freue ich mich sehr über eine positive Bewertung auf facebook.

https://www.facebook.com/WildeMoehreMuenchen/

Traubenkirschen – Likör                                                             TIPP 7/2018

 

Das ist die heimische wilde Variante des Amarettos – im Geschmack nach Bittermandel milder wie der Italiener und wunderbar fruchtig!

Ein himmlischer Genuss!

Auch bei der Traubenkirsche gilt:  nur sammeln was man hundertprozentig kennt!!!

Die „Traubenkirschen Eures Vertrauens“ findet Ihr am besten zur Blütezeit im Frühling, im Sommer ist sie eher unscheinbar, aber doch sehr häufig in Grünanlagen zu finden.

Das Kennenlernen erfordert natürlich botanischen Spürsinn, ein gutes Bestimmungsbuch (oder eine Führung :))

Die Kerne geben das leichte Bittermandelaroma ab, werden aber nicht verzehrt.

 

Zutaten:

  • 300 g Traubenkirschen (Prunus padus L.)
  • 200g brauner Zucker
  • das Mark einer halben Vanilleschote
  • 500 ml Grappa oder Korn 38 %

 

Zubereitung:

Die Traubenkirschen im Mörser leicht quetschen - dabei aber nicht die Kerne zerdrücken!

In eine Flasche füllen, Zucker und Mark der Vanilleschote zugeben und mit dem Alkohol aufgießen.

Ca. 40 Tage ruhen lassen, dabei immer wieder schwenken.

Dann Ansatz durch ein sauberes Tuch filtern und schon ist ein super leckerer Likör fertig!

Smoothie mit Vogelmiere und Frauenmantel                             TIPP 6/2     2018

Für Abkühlung an heißen Sommertagen sorgt garantiert folgendes Rezept für 4 Gläser:

  • 1 Handvoll Vogelmiere
  • 1 Handvoll junge zarte Frauenmantelblätter
  • 1 Banane
  • 1 Fruchtfleisch einer Mango
  • 1 Fruchtfleisch (und Kern) einer Avocado
  • ½ TL Kokosöl
  • Ein Zweig Minze
  • 1 TL Honig
  • Zitronensaft
  • 200 g Eiswürfel
  • 400 ml kaltes Wasser

Alles in einen Mixer geben bis es cremig ist. Mit Zitronensaft abschmecken!

Schon ist ein erfrischendes gesundes Sommergetränk fertig, dass an heißen Tagen ein Mittagessen ersetzen kann.

Wenn der Smoothie fertig ist, sollte er so flüssig sein, dass er ins Glas läuft, sonst noch etwas Wasser zufügen. Kalt servieren!

Aber auch ohne einen „Hochleistungsmixer“ kann man sich diese Erfrischung gönnen, einfach das Eis durch Wasser ersetzen und den Avocadokern weglassen.

Blitzschnell - völlig ohne Zusatzstoffe und mit Allem was dem Körper gut tut!

Wenn unser heimisches Obst reif ist, lässt sich auch prima mit süßen Birnen und säuerlichen Äpfeln experimentieren.

Spitzwegerich-Käse-Salat                                                       TIPP 6/2018

 

Für 2 kleine Portionen braucht man:

1 Handvoll Spitzwegerichblätter und Knospen

ein paar Erdbeerblüten (hier in rot und weiß)

200 g gewürfelten Hartkäse wie z. B. Cheddar oder Gouda,  je nach Geschmack

50 g gehackte Pekannusskerne

etwas Puderzucker

 

für das Dressing:

Walnussöl

Balsamico

Salz und Pfeffer

 

Spitzwegerich ist nicht nur das „Wiesenpflaster“, er ist geschmacklich der „Champignon“ unter den Wiesenkräutern! Sein Aroma passt sehr gut zu einem Käse-Salat.

  • Nach dem Waschen entfernt man die harten kurzen Stängel der Spitzwegerichblätter bevor man die jungen Blätter quer zu den Blattadern in schmale Streifen schneidet.
  • In eine Pfanne etwas Puderzucker sieben und anschmelzen lassen.
  • Die gehackten Pekannusskerne zugeben, kurz karamellisieren und abkühlen lassen.
  • Käsewürfeln mit den Spitzwegerichblättern vermengen, Dressing zugeben und abschmecken.
  • Pekannusskerne und Spitzwegerichknospen darüber streuen.
  • Zuletzt den Spitzwegerich-Käse-Salat mit den Erdbeerblüten garnieren – fertig!

Wilde-Wiesen-Gnocchi                                                                   Tipp 5/2018

 

Für 2 Personen

 

500 g frische Gnocchi formagi vom Italiener

2 Händevoll Löwenzahn-Blütenknospen

1 große Handvoll junge Wiesenbärenklau-Blätter mit Stängel

250 ml Sahne

100 g Gorgonzola dolce

1 EL Butter

Kräutersalz

Pfeffer

etwas Parmesan

 

 

Kräuter waschen und den Wiesenbärenklau kleinschneiden.

Ca. 1,5 l Wasser mit etwas Salz zum Knochen bringen. Gnocchi in das Wasser geben und ca. 2 Minuten kochen lassen. Wenn die Gnocchi an die Oberfläche steigen, sofort abgießen.

Löwenzahn-Blütenknospen mit Butter und Salz in der Pfanne kurz anrösten, mit Sahne aufgießen. Gorgonzola und den Wiesenbärenklau zugeben. Kurz köcheln lassen, abschmecken und mit den Gnocchi auf zwei Teller anrichten. Mit Parmesan bestreuen und etwas pfeffern.

Achtung beim Sammeln von  Wiesenbärenklau, er ist ein tolles Wildkraut für die Küche, enthält aber fototoxische Furanocumarine und es besteht Verwechslungsgefahr mit der Herkulesstaude.

Bärlauchtorte                                                                             TIPP 4/2018                                                             

Mürbteig:

200 g Mehl

125 g weiche Butter

1 Ei

1 Prise Salz

1 Prise Zucker

 

Belag:

300 g frische Bärlauch Blätter und Blütenknospen

200 g Schmand

200g geriebenen Greyerzer Käse

 

Soße:

2 Eier

1 EL Mehl

125 ml Milch

125 ml Sahne

Salz u. Pfeffer

 

Garnitur:

1 rote Paprikaschote

etwas Olivenöl

ein paar frische Bärlauch Blätter

 

Zubereitung:

Für den Mürbteig alle Zutaten vermengen und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und kalt stellen.

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Paprika waschen, achteln, entkernen  und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit Olivenöl beträufeln und ca. 15 Min. im Ofen garen, bis die Haut Blasen wirft. Haut abziehen und Paprikastreifen bei Seite stellen.

Den Bärlauch kurz mit kochendem Salzwasser übergießen, abtropfen und klein schneiden.

Schmand, Bärlauch und Greyerzer auf dem Mürbteig Boden verteilen.

Die Zutaten für die Soße anrühren und über den Belag geben. Im vorgeheizten Backofen bei 250 Grad ca. 25 Min. goldgelb backen.

Vor dem Servieren mit den roten Paprikastreifen und den frischen Bärlauch Blättern garnieren.

Diese Frühlingstorte schmeckt kalt und warm.

Blüten-Allerlei vom Löwenzahn                                                  Tipp 3/2018

Löwenzahnknospen gebraten – einfach und sehr lecker!

Geschlossene Blütenknospen sammeln,  säubern und mit Butter und Kräutersalz  in der Pfanne anbraten.

Anschließend warm als Topping über Bratkartoffeln, Nudeln, Reis oder Salat servieren.

 

Blütenknospen süß-sauer

1 Tasse geschlossene Blütenknospen

1 halbe Tasse Apfelgelee

1 halbe Tasse Apfelsaft

1 halbe Tasse milder Apfelessig

2 Gewürznelken

 

Apfelgelee, Apfelsaft, Apfelessig und Gewürznelken aufkochen, Blütenknospen zugeben und drei Minuten köcheln lassen. Heiß in ausgekochte Marmeladengläschen füllen.

Achtung, die Knospen sollen mit Sud bedeckt sein. Ca. 3 Wochen ziehen lassen.

Die Blütenknospen süß-sauer passen wunderbar zu einem sommerlichen Buffet.

 

„Echter“ (zuckerfreier) Löwenzahnblüten-Honig

1 Handvoll aufgeblühter Löwenzahnblüten

1 Glas Honig

 

Die gelben Zungenblüten aus dem Körbchen zupfen und in ein ausgekochtes Glas geben. Honig leicht erwärmen und über die Zungenblüten geben. Glas verschließen, gelegentlich  wenden und mind. 3 Wochen ziehen lassen.

Löwenzahnblüten-Honig regt den Stoffwechsel an und wertet den Honig zusätzlich mit Pollen auf.

 

TIPP

Wo sammelt man Löwenzahn?

Nicht da, wo ein Meer aus Löwenzahnblüten die grüne Wiese gelb überzieht!

Löwenzahn ist ein Stickstoffzeiger – das heißt, wenn er massenhaft auftritt zeigt er Überdüngung an. Auch besonders große Pflanze, an markanten Stellen, lassen wir stehen. Hundebesitzer wissen warum!

Wenn Sie aber eine Wiese mit vielen verschiedenen Wildblumen sehen und dort auch etwas Löwenzahn zu finden ist, dann sind Sie richtig! Vielfalt auf der Wiese, ist ein Zeichen dafür, dass die Fläche nicht überdüngt ist.

Gartenbesitzer, die ihren Rasen nicht düngen, selten mähen und sich die Fläche mit Insekten, Igeln, Regenwürmern etc. und sogenannten „Unkräutern“ teilen, können auf dieser kunterbunten Blumenwiese vor dem Haus ernten!

Schlehenkipferl                                                                             Tipp 12/2017

Ein Augen- und Gaumenschmaus auf dem Plätzchenteller!

Schlehen sind sehr aromatische Wildfrüchte, die man zu allerlei Leckereien verarbeiten kann. Pflückt man sie nach den ersten Frösten, oder  friert sie für ein paar Tage ein, reduzieren sich die Gerbstoffe und der feine Fruchtgeschmack kommt richtig zur Geltung.

Zutaten:

  • 100 g Schlehen
  • 1 TL Bio-Orangenschale gerieben
  • 100 g geschälte gemahlene Mandeln
  • 250 g Mehl
  • 200 g Butter (zimmerwarm)
  • 75 g Zucker für den Teig
  • 75 g Zucker zum Wälzen

 

Zubereitung:

Erster Tag:

  • Schlehen mit sehr wenig Wasser weich kochen und durch ein Sieb passieren.
  • Für den Schlehen-Fruchtzucker 1/3 Fruchtmus  mit 75 g Zucker in einem Mörser vermahlen und auf einem Butterbrotpapier auf der Heizung oder im Ofen trocknen lassen und nochmals kurz mörsern.
  • Die anderen 2/3 Fruchtmus für den nächsten Tag in den Kühlschrank stellen.

Zweiter Tag:

  • Die gemahlenen Mandeln in einer Pfanne rösten, bis sie duften. Abkühlen lassen.
  • Butter mit Zucker schaumig rühren.
  • Die Mandeln mit Mehl und Fruchtmus einrühren.
  • Teig-Rollen mit ca. 1,5 cm Durchmesser formen, auf ein Butterbrotpapier legen und für 1 – 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  • Teig-Rollen in 5 cm lange Röllchen schneiden und zu Kipferl formen.
  • Auf mit Backpapier belegte Bleche setzten und bei 170 Grad ca. 12 Min. backen.
  • Die noch heißen Kipferl vorsichtig in Fruchtzucker wälzen und abkühlen lassen.
  • Fertig!

Gibt’s viel Weißdorn und viel Schlehen – bringt der Winter kalte Zehen! :)

Beinwell (Symphytum officinale) ist schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze im Gebrauch.

Neben Gerbstoffen, Schleim, ätherischen Ölen, Flavonoiden, Harzen, Alkaloiden, Kieselsäure, etc. enthält Beinwell Allantoin. Allantoin bewirkt eine Beschleunigung des Zellaufbaus, der Zellbildung oder der Zellregeneration und beruhigt die Haut.

Der Name Beinwell kommt von den Beinen, denen er gut (well) tun, bzw. deren Knochen er „zusammenwallen“ soll. Er hilft äußerlich bei Gelenkschmerzen, Prellungen, Zerrungen, Verletzungen des Bewegungsapparates und unterstützt  die Wundheilung. Zur Verwendung kommt hier die Wurzel der Pflanze. Erntezeit für Wurzeln sind Herbst und Winter, da dann die wertvollen Inhaltsstoffe konzentriert dort zu finden sind.

Beinwell-Öl                                                                                         Tipp 11/2017

Zutaten:

  • Beinwellwurzeln
  • Ölivenöl
  • eine Kapsel Vitamin E (verlängert die Haltbarkeit)

Anleitung:

  • Die Wurzeln reinigen und in Scheibchen schneiden (das schwarze Äußere der Wurzeln nicht entfernen).
  • Die trockenen Wurzelstückchen in einen Glas- oder Keramiktopf geben und gut mit Olivenöl bedecken.
  • Den Topf sacht erhitzen und alles ca. 15 Min. simmern lassen, nicht kochen. Nun könnt Ihr den typischen Beinwellgeruch wahrnehmen!
  • Am nächsten Tag nochmal kurz erwärmen, abkühlen lassen und durch ein sauberes Tuch filtern.
  • Vitamin E aus der Kapsel zugeben, in dunkle Gläser füllen, verschließen und beschriften.

Jetzt kann es schon für Einreibungen verwendet werden. Das Beinwell-Öl ist im Kühlschrank einige Wochen haltbar (Geruchsprobe und Augenschein!) und dient auch als Grundlage für Beinwellsalben!

Kartoffelauflauf mit Brennnessel und Schafgarbe                        Tipp 10/2017

 

 

Zutaten:

2 kg Kartoffeln festkochend

200 g Hackfleisch vom Lamm

1 Zwiebel

2 Zehen Knoblauch

Bratöl von der Olive

2 Tomaten fein gewürfelt

1 große Hand voll frischer Brennnesselspitzen

200 g Bergkäse oder Feta

250 ml Sahne

2 Eier

2-3 Blütenstände von der Schafgarbe (frisch oder getrocknet)

Salz und Pfeffer

Thymian, Oregano, Rosmarin nach Geschmack

 

Zubereitung:            

Die Kartoffeln 15 Min. dämpfen, abkühlen lassen und schälen.

Das Hackfleisch mit der kleingeschnittenen Zwiebel  und dem Knoblauch in Öl anbraten.

Tomaten und kleingeschnittene Brennnesseln zugeben und nochmal kurz kochen lassen.

Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und dachziegelartig in eine feuerfeste Form schichten.

Die Hackfleisch-Mischung darüber geben und mit dem geriebenen Käse bestreuen.

Die Sahne mit den Eiern, den Schafgarbenblüten und den Gewürzen verrühren und über den Auflauf gießen.

Für ca. 35 Min. bei 180 Grad in den Ofen schieben, bis der Käse eine goldene Farbe bekommt.

 

Guten Appetit!

Magenbitter                                                                                         Tipp 9/2017

Die Wurzeln für den Magenbitter werden im Herbst gesammelt, da sie als Speicherorgane dienen und dann die meisten Inhaltsstoffe besitzen.

 

Zutaten:

Je ein paar gereinigte Wurzelstückchen von:

Löwenzahn (den findet jeder)

Nelkenwurz (die findet fast jeder, der schon mal auf einer Führung war :))

Wiesenbärenklau (der ist nur was für Fortgeschrittene)

Grappa 38 % Alkohol

Zum Verfeinern Kümmel- oder Fenchelsamen, getrocknete Bio-Orangenschalen, Gewürz-Nelken oder etwas Muskatnuss gerieben - je nach Geschmack - jedoch nicht zu viel!

 

Zubereitung:

Die Wurzelstückchen und die Gewürze in einem Mörser zerstoßen. Die Mischung in eine Flasche füllen (etwa 1/3 voll) und mit dem Alkohol übergießen.

Die Flasche verschließen und etwa 14 Tage bei Zimmertemperatur ziehen lassen, dabei gelegentlich schwenken.

Nach 14 Tagen alles durch einen Kaffeefilter gießen, in ein Fläschchen füllen und einige Wochen ruhen lassen. Bis Weihnachten hat man dann ein tolles Geschenk für alle, die gerne Weihnachtsgans essen :)

Magenbitter ist nicht gerade ein Genuss, aber er unterstützt die Verdauung, regt den Stoffwechsel an und beruhigt den Magen.

Blütenbutter                                                                                        Tipp 8/2017

 

Zutaten:

  • 250 g Butter
  • 2 Handvoll essbare Blüten
  • (z. B. von Kornblume, Borretsch, Rotklee, Rose, Ringelblume, Gänseblümchen, Taubnessel, Schafgarbe…)
  • etwas Gartenkräuter je nach Geschmack (z. B. Zitronenmelisse, Gundelrebe, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Oregano…)
  • eine Prise Salz

 

Zubereitung:

Kräuter waschen, trocknen und fein hacken.

Die zimmerwarme Butter zwischen zwei Klarsichtfolien ausrollen und mit den Blüten und Kräutern bestreuen. Kurz kalt stellen, obere Klarsichtfolie abziehen und mithilfe der unteren Folie fest einrollen. Wieder kalt stellen, etwas durchziehen lassen  und zum Servieren in Scheiben schneiden.

Die Blütenbutter kann man auch einfrieren und hübsch verpackt und gekühlt zum Grillabend mitbringen J

 

Achtung!!! Tipps und Fotos gibt es auch auf facebook! Die Anmeldung bei facebook ist dafür nicht erforderlich! Wenn Ihnen meine Führungen, Rezepte oder Fotos gefallen, freue ich mich sehr über eine positive Bewertung auf facebook.

https://www.facebook.com/WildeMoehreMuenchen/

Brennnesselmarmelade mit Mirabelle und Kardamon                     Tipp 7/2017

Ein Rezept für Experimentierfreudige! Ein ganz neues Geschmackserlebnis! Bei uns ist das auch eine „Männermarmelade“ – nichts für ganz Süße! Die Brennnessel ist eine Kraftpflanze, ihre Vitalität stärkt auch uns!

  • 400g Mirabellen
  • 1 Handvoll junger Brennnesselblätter (frisch oder getrocknet)
  • die Samen aus drei Kapseln grünem Kardamon
  • etwas frisch gemahlener Pfeffer
  • Saft einer halben Zitrone
  • 250 g Gelierzucker 2:1

Die Mirabellen mit wenig Wasser weichkochen und dann mit der „flotten Lotte“ entsteinen. Brennnesselblätter mit dem Mirabellenmuss mischen, die gemörserten Samen aus den drei Kapseln Kardamon zugeben und alles pürieren.

Etwas frisch gemahlenen Pfeffer und den Zitronensaft zugeben. Zuletzt nach Anleitung den Gelierzucker unterrühren und die Marmelade fertigstellen. Gelierprobe machen und in sehr saubere Gläschen füllen.

Die Samen des Kardamon enthalten ein ätherisches Öl, das der Marmelade zusammen mit der Brennnessel ein würziges, süßlich-scharfes Aroma verleiht. So schmeckt die Brennnesselmarmelade auch zu Käse und Fleisch! Das ist eines meiner Lieblingsrezepte!

Gemüsestrudel mit Giersch (4 Portionen)                                           Tipp 6/2017

Giersch schmeckt frisch, etwas nach Petersilie und ist vielseitig in der Küche einsetzbar. Geerntet werden für dieses Rezept die jungen Blätter.

 

Zutaten:

2 Packungen Strudelteig (für zwei Strudel)

200 g italienische Salsiccia  (alternativ  Walnüsse  oder Tofu)

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 Spitzkohl

2 große Gelbe Rüben

2 Handvoll Gierschblätter

1 Handvoll Wildkräuter je nach Jahreszeit

200 g Schmand

2 Eier

50 g Parmesan

Salz, Pfeffer, Olivenöl, etwas Wasser

 

Zubereitung:

Salsiccia, Zwiebeln und Knoblauchzehen kleinschneiden, anbraten und bei Seite stellen. Spitzkohl vierteln und in feine Streifen schneiden, Strunk in den Kompost. Den Kohl mit den geraspelten Gelben Rüben mit etwas Öl anbraten, den Schmand, etwas Wasser und Gewürze zugeben und kurz dünsten. Wildkräuter waschen und kleinschneiden und mit der Salsicca zum Gemüse geben, verrühren und nochmal kurz erhitzen, dann abschmecken etwas abkühlen lassen. Die Eier verquirlen und mit dem geriebenen Parmesan ebenfalls unterrühren. Jetzt kann man die zwei Strudelblätter damit füllen, einrollen und die zwei Strudel in eine feuerfeste Form legen.

Bei 200 Grad C ca. 25 Minuten mit Umluft garen. Als „saftige“ Beilage schmeckt griechischer Joghurt sehr gut dazu.

Erdbeermarmelade mit Japanischem Staudenknöterich               Tipp 5/2017

Zutaten:

500 g Erdbeeren

200 g  junge Triebe des Japanischen Staudenknöterich

1 TL Zitronensaft

350 g Gelierzucker (2:1)

Zubereitung:

Erdbeeren mit kaltem Wasser waschen, danach das Grün entfernen. In einem Topf werden die Erdbeeren  mit Gelierzucker und Zitronensaft gemischt und püriert.
Die jungen Triebe des Knöterichs (ca. 30 cm lang) waschen,  schälen und in 1 cm lange Stücke schneiden und unter das Erdbeerpüree mischen.
Das Erdbeerpüree mit den Knöterichstücken  zum Kochen bringen und unter Rühren drei Minuten kochen lassen. Anschließend  in sterile Gläser füllen. Die ersten 10 Minuten die verschraubten Gläser auf dem Kopf stellen. Dann die Gläser umstellen und erkalten lassen.

Gutes Gelingen :)

Achtung:

Der Japanische Staudenknöterich ist ein invasiver Neophyt! Reste des Knöterichs bitte nie auf dem Kompost oder im Freien entsorgen – er würde sich sonst noch mehr ausbreiten! Am Besten in den Hausmüll damit.

Eingelegte Bärlauchblütenknospen                                                 Tipp 4/2017

Das ist ein Rezept für Alle, bei denen sich der Bärlauch schon flächendeckend im Garten ausgebreitet hat – dann kann man getrost auch mal die Blütenknospen sammeln.

Zutaten:

300 g Bärlauchblütenknospen

200 g Wasser

200 g Apfelessig

50 g Zucker

30 g Meersalz

200 g Apfelgelee

Evtl. etwas grüner Pfeffer

Zubereitung:

Apfelessig, Wasser, Apfelgelee, Zucker, Pfeffer und Salz aufkochen und rühren bis sich alle Zutaten gelöst haben. Bärlauchblütenknospen in ein ausgekochtes Marmeladenglas füllen und mit der kochend heißen Mischung übergießen. Die Knospen müssen vollständig bedeckt sein. Verschließen und ein paar Wochen ruhen lassen, dabei gelegentlich die Gläser schwenken.

Je länger die Knospen ziehen, desto milder wird der Geschmack. Besonders lecker schmecken die eingelegten Knospen mit Butterbrot oder Frischkäse!

Gierschpesto                                                                                      Tipp 3/2017

Die genussvollste Möglichkeit Giersch im Garten zu dezimieren ist -  ihn aufzuessen :)

Dazu ein Rezept für ein köstliches Gierschpesto! Gesammelt werden die jungen Gierschblätter bevor sie sich vollständig entfalten und junge Blätter die man an der etwas helleren Farbe und dem leichten Glanz erkennt. Die Blätter waschen. Dazu, je nach Geschmack, einige Bärlauchblütenknospen, diese sind im Geschmack milder als die Blätter des  Bärlauchs.

 

Man braucht:

  • 100g Giersch
  • einige Bärlauchblütenknospen
  • etwas Zitronensaft oder Schale
  • 100 g Nüsse oder Sonnenblumenkerne fein gehackt und geröstet
  • 80g Parmesan gerieben
  • 300 - 400 ml gutes ÖL
  • Salz und Pfeffer

 

Alles sehr fein schneiden, mischen und dicht in Gläser füllen. Zum Abdecken nochmal etwas Öl und Salz darüber geben.

Lieben werden es Alle, denen ein Bärlauchpesto zu heftig ist. Gierschpesto erinnert eher etwas an Petersilie und schmeckt „leichter“ und „frischer“. Es passt sehr gut zu Brot und Käse, Nudelgerichten oder als Beigabe zu Salatsaucen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Warmer Puntarellesalat                                                                     Tipp 2/2017

Puntarelle – ein Neuzugang aus Italien, aus der Familie der Zichoriengewächse. Es ist eine Zuchtform der wilden Wegwarte und eine gesunde und schmackhafte Bereicherung unseres Speiseplans.

Angebaut wird Puntarelle vorwiegend in Mittel- und Süditalien. Puntarelle ist nicht frostfest.

Im Innern der Köpfe finden sich sehr schmackhafte Blütensprosse. Umgeben wird das Innenleben von Hüllblättern, die sehr an Löwenzahn erinnern. Geschmacklich erinnert Puntarelle an Chicorèe- bzw. Endiviensalat, ist jedoch nicht so bitter.

 

Rezept:

(ca. 6 Portionen)

1 Kopf Puntarelle

1 Tasse Speckwürfel

1 Tasse Walnüsse grob gehackt (für Vegetarier mit der doppelten Menge an Walnüssen statt dem Speck)

1 Tasse getrocknete eingelegte Tomaten

2 Zehen Knoblauch

1 kleine Zwiebel

Marinade aus:

½ Tasse kaltgepresstes Olivenöl

½ Tasse weißem Balsamico

Salz, Pfeffer, 1 EL Apfelgelee

 

Puntarelle waschen und abtropfen lassen, klein schneiden . In der Zwischenzeit Speckwürfel, Walnüsse und Zwiebeln in der Pfanne anbraten. Knoblauch zerdrücken, Tomaten klein schneiden und zusammen mit dem Puntarelle ebenfalls in die Pfanne geben. 5 – 10 Min. dünsten, gelegentlich umrühren.

Die Marinade anrühren und über den warmen Salat geben, gut mischen und nochmal 5 Minuten bei geschlossenem Deckel durchziehen lassen. Dazu passt wunderbar ein frisches Brot!

 

Für echte Wildkräuterfans, die vor Bitterstoffen nicht zurückschrecken, kann man dieses Rezept auch mit jungen Löwenzahnpflanzen nachkochen!

Guten Appetit!

Nusskuchen mit Brennnessel und Schokolade                              Tipp 1/2017

(gewidmet den Damen des KKV Hansa,  München :)

Für eine Guglhupfform braucht man:

  • 5 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 100 g Dinkelmehl hell
  • 3 gestr. TL Backpulver
  • 180 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 Tasse Brennnesselsamen
  • 80-100g feine Schokolade geraspelt
  • 3 EL Rum

Eier auf höchster Stufe schaumig schlagen.  Zucker und Vanillezucker kurz unterrühren. Mehl mit Backpulver, Nüssen und Schokoladenraspeln mischen und nur kurz auf niedriger Stufe unter rühren, damit der Teig schön locker bleibt. In die gefettete Form füllen.  Backofen auf Heißluft  160 Grad vorheizen; Backzeit ca. 60 Min.

Kuchen nach dem Erkalten evtl. mit Puderzucker bestäuben.  Besonders gut schmeckt dazu Hagebuttenmarmelade!

Kunstkarten

Für die Anfertigung meines Herbariums mache ich unzählige Photographien von Pflanzen. Meine Favoriten bearbeite ich anschließend mit dem PC, lasse sie als Foto entwickeln und mache daraus Kunstkarten (siehe oben).

Achtung!!! Tipps und Fotos gibt es auch auf facebook! Die Anmeldung bei facebook ist dafür nicht erforderlich! Wenn Ihnen meine Führungen, Rezepte oder Fotos gefallen, freue ich mich sehr über eine positive Bewertung auf facebook.

https://www.facebook.com/WildeMoehreMuenchen/

Esskastanientrüffel- eine herbstliche Leckerei!                             Tipp 12/2016

 

200 g gekochte Esskastanien (Maronen)

100 g Wildfruchtmarmelade z. B. von der Kornelkirsche

60 ml Cognac

200 – 250 g gemahlene Mandeln

50 g Zartbitterschokolade

etwas Honig nach Belieben

zum Wenden Kakaopulver

  • Zuerst die Marmelade mit dem Cognac verrühren und etwas durchziehen lassen.
  • Die Esskastanien zerdrücken und mit den gemahlenen Nüssen mischen.
  • Die Zartbitterschokolade reiben und mit dem Honig zu der Trüffelmasse geben.
  • Alles gut durchmengen, eine Kugel formen um die Konsistenz zu prüfen und wenn nötig noch etwas Nüsse oder Cognac zur Kastanienmasse geben.
  • Die geformten Trüffel in Kakaopulver wälzen und in kleine Pralinenförmchen setzten.

Übrigens Hildegard von Bingen sagte über den Kastanienbaum:

„Die Kastanie ist ihrer Natur nach sehr warm, hat eine große Kraft in sich, die der Wärme beigemischt ist, und bezeichnet die Weisheit. Und alles was in ihm ist und auch seine Frucht, ist sehr nützlich für den Menschen.“ Da bleibt nur anzumerken: - und sehr lecker :)

Mädesüß-Blüten-Plätzchen                                                            Tipp 11/2016

250g Butter

150g Zucker

2 Eier

200g Dinkelmehl fein

50g  gemahlene Mandeln

2 TL Backpulver

3 EL getrocknete Mädesüß-Blüten (ohne Rispen)

  • zuerst die zimmerwarme Butter mit dem Zucker schaumig rühren
  • Eier nacheinander unterrühren
  • das Mehl mit den Mandeln, dem Backpulver und den Mädesüß-Blüten mischen und ebenfalls unterrühren
  • Teig ca. 30 Minuten kaltstellen
  • mit zwei Teelöffeln kleine Teighäufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen (Achtung - Abstand halten - die Plätzchen laufen auseinander)

Gebacken werden die Plätzchen bei 180 °C ca. 15 Min. Durch das Backen entwickeln die Mädesüß-Blüten ein wunderbares Vanillearoma.